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Chronik der Avantgarde Allen |
Schon bei der Gründungsversammlung des Hauptvereins wurde die Bildung einer Avantgarde in Erwägung gezogen. Jedoch musste dieses Thema noch bis zur folgenden Hauptversammlung 1960 zurückgestellt werden, da der Vorstand mit der Organisation eines Schützenkränzchens beschäftigt war. In dieser Versammlung wurde die Gründung letztenendes beschlossen.
Zur Bildung der Avantgarde fanden sich schnell die jungen Männer des Dorfes zusammen. Die uniformierte Vorhut unseres Königs wurde erstmalig im Jahre 1960 gebildet. Seitdem ist sie ein fester Bestandteil unseres Schützenvereins und steht diesem jederzeit zur Seite.
Die ersten 13 Mitglieder waren: Ludwig Drude, Willi Jürgens, Ernst Kasberger, Heinz Kaussow, Franz Kettermann, Clemens Müller, Theo Müller, Klaus Neuhaus, Wilhelm Niggemann, Josef Ostermann, Heinz Schockenhoff und Theo Stratmann. Als 1. Avantgardenkommandeur wurde der zuvor schon als "Wachoffizier" eingesetzte Karl Voss bestimmt.
Am 23. Februar 1960 wurde in der Gaststätte Kermelk zu einer Vorstandversammlung eingeladen, zu der auch alle Mitglieder der Avantgarde willkommen waren. Hierbei wurden als 2. Kommandeur Josef Ostermann und als Schriftführer Ernst Kasberger gewählt. Des Weiteren wurde durch die anwesenden Mitglieder eine Uniformordnung beschlossen. Im Laufe des Jahres wurden dann für die Avantgardisten 20 Gewehre und Schulterstücke angeschafft.
Zur Fahnenweihe des Hauptvereins am 07. August 1960 konnte die Garde, mit inzwischen 15 Mitgliedern, erstmalig ihre neuen Uniformen präsentieren, die sie in Eigenregie angeschafft hatten.
Für die traditionelle Abnahme des Protokolldienstes durch den Vorstand und den König wurde schon damals fleißig geübt. Darauf bereitet sich die Avantgarde bis heute mit geselligen Treffen im Juli und August vor. Um auf dem Schützenfest eine gute Figur zu machen, wurde anfänglich in Ostermanns Scheune geübt, da die Fähigkeiten der einzelnen Gardisten für die Augen der Öffentlichkeit angeblich eine Qual gewesen sein sollen. Verstecken brauchen wir uns hierfür heute nicht mehr, aber das stets feucht-fröhliche Üben ist immer noch Ehrensache. Diese Leistung honorieren Vorstand und König seid je her mit einem Umtrunk.
Eine erste Avantgardenordnung wurde 1961 auf der Generalversammlung vorgelegt.
Als Stammlokal diente bis 1962 das Vereinslokal des Hauptvereins, die Gaststätte Ostermann. Am Muckentag desselben Jahres hat uns der Wirt Kermelk auf 30 Liter Bier eingeladen. Dies musste auf Grund von Protesten des Vorstandes, schellstens durch die anwesenden Avantgardisten verzehrt werden, um wieder pünklich am weiteren Festablauf teilnehmen zu können. Auf Grund dieser großzügigen Bierspende, wurde die Gaststätte Kermelk bis zum Tode des Wirts 1968 unser Stammlokal. Danach kehrten wir bis zu ihrer Schließung in die Gaststätte Ostermann zurück. Seither treffen wir uns in der Gaststätte Kötter in Wambeln .
Im Frühjahr 1965 wurde die "kleine Laube" beim Avantgardenmitglied Theo Müller gebaut. Nach vielen Stunden mühevoller Arbeit, und dank einer finanziellen Unterstützung des Hauptvereines, konnten wir unser erstes Zelt sehr bald einweihen.
1970 wurde beschlossen ein Avantgardenbanner anzuschaffen. Die Kosten wurden anteilig vom Hauptverein und den aktiven Mitglieder getragen. Mit handwerklichen Beiträgen taten sich besonders Willi und Franz Jürgens hervor, letzterer fertigte den Fahnenstock und die Galerie an.
Die erste Königswürde der Avantgarde sicherte sich Aloys Jürgens während des Schützenfestes 1972 bei Paul Betken in Opsen. Seit jeher wird jährlich vier Wochen nach dem Allener Schützenfest, an wechselden, von Avantgardisten zur Verfügung gestellten Orten, unser König ermittelt. Zusammen mit seiner Königin und den Majestäten des Hauptvereins, nimmt er traditionell die Parade am Schützenfestsonntag im Folgejahr ab.
Erstmalig wurde 1980 das Abbrennen des Osterfeueres schriftlich dokumentiert. Zu diesem Anlass lieferte Theo Schlummer das Essen. Für die musikalische Untermalung sorgte ein Spielmannszug aus Rhynern.
Um der gestiegen Mitgliederzahl von inzwischen 45 Avantgardisten Rechnung zu tragen, wurde 1982 ein weiters Zelt in Eigenregie gebaut. Für diese "große Laube" stiftete ein Vereinsmitglied die Planen.
Das 25-jährige Jubiläum wurde bereits auf dem Schützenfest 1984 zusammen mit dem Hauptverein begangen. Mit unseren Nachbarn und Freunden aus den umliegenden Ortschaften wurde ein rauschendes Fest gefeiert.
Zum 40 jährigen Jubiläum im Jahre 1999 wurden neue Gewehre angeschafft. Diese wurden von unserem Tischlermeister Andreas Stöppelmann gefertigt und der Avantgarde gestiftet. Auf der vorherigen Versammlung wurde ein Prototyp vorgestellt und anschließend über die Form und eine eindeutige Identizierung für jeden Avantgardist lange diskutiert.
Zu dem 50-jährigen Bestehen der Avantgarde im Jahre 2010 und des Schützenvereins haben wir im Herbst des Jahres 2007 eine vollständige Restaurierung unseres Banners vorgenommen.
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